Ein Zuhause für Sportler am Riedberg
Riedberg / Kalbach. Sportler werden auf dem Riedberg ab Ende des Jahres optimale Bedingungen vorfinden. Wenn alles so läuft, wie geplant, ist dann eine großzügige Sportanlage fertig, mit deren Bau jetzt zwischen der Paul-Apel-Straße, der Straße Am Weißkirchener Berg und der Altenhöferallee begonnen wird. Nach den Planungen der HA Stadtentwicklungsgesellschaft sollen dort auf einer Fläche von 41 400 Quadratmetern Sportflächen und Freianlagen Platz finden. Neben der Sportanlage selbst wird es Umkleide- und Funktionsgebäude geben, außerdem einen Parkplatz mit rund 80 Stellplätzen.



Noch ist der Bauplatz leer - bis Ende 2011 wird hier eine großzügige Sportanlage entstehen.

Welcher Verein die Sportanlage betreuen wird, steht noch nicht fest. In Frage käme der SC Riedberg, dessen Gründung gestern beschlossen wurde. Aber auch der FC Kalbach hat gegenüber dem Frankfurter Sportamt sein Interesse bekundet.

Das Herzstück der geplanten Sportanlage ist ein Naturrasenplatz, der durch Trainingsnebenflächen ergänzt wird. Im Norden sind verschiedene Multifelder und eine Vegetationsfläche vorgesehen, wo auch Bäume wachsen sollen. Dieser Bereich eignet sich etwa zum Boulen und für verschiedene Spiele, aber auch für Zeltlager und andere gemeinschaftliche Aktivitäten. Die Multifelder mit Kunststoffbelag sind beispielsweise für Volleyball, Basketball, Badminton, Hockey oder einfach zum Kicken gedacht. Sie werden mit Ballfangzäunen und längsseitig mit Spielfeldbarrieren abgegrenzt.

Als Kunststoffrasenplatz ist eine Soccerarena mit umlaufender Bande und Netzen geplant - sie kann optional überdacht werden. Da das Gelände nicht eben ist, entstehen drei Ebenen, die für einen "eigenständigen, unverwechselbaren Charakter der Anlage" sorgen sollen, wie Planer Jobst Walter von der Arbeitsgemeinschaft Sportanlage Riedberg anmerkt. Auf der unteren Ebene befindet sich der Parkplatz, die mittlere Ebene besteht aus den Flächen des Umkleide- und Funktionsgebäudes, den Multifeldern und dem Kunststoffrasenfeld. Auf der oberen Ebene sind das Naturrasengroßfeld und die Trainingsnebenflächen.

Der Platz ist mit einer automatischen Unterflurberegnung und einer sechsmastigen Trainingsbeleuchtungsanlage mit acht Strahlern geplant. So sollen zum Beispiel auch Halbfeldbeleuchtungen möglich sein. Der nach Westen anschließende Naturrasenplatz hat mit Ausnahme der Beleuchtung den gleichen bautechnischen Standart, Unterflurbewässerungsanlage und Ballfangzäune. Südlich schließen sich kleinere Trainingsnebenflächen an - etwa für Torwarttraining oder Sturmtraining.

Entlang der Außengrenzen der Anlage führt eine "Finnenbahn" durch modelliertes Gelände. Diese zwei Meter breite und 650 Meter lange Bahn aus speziellen Holzhackschnitzeln ist besonders gelenk- und bänderschonend und ist als echte Alternative zum Waldlauf gedacht. Im Süden der Anlage, parallel zur Bebauung der Paul-Apel-Straße, ist eine Erdschüttung mit Böschungen vorgesehen. Hierdurch und durch entsprechende Bepflanzung ist der Platz zur Wohnbebauung hin klar abgegrenzt. Insgesamt sind rund 14 100 Quadratmeter Vegetationsflächen in die Gesamtanlage integriert. Sie bestehen aus Rasen- und aus Gehölzpflanzflächen mit Bäumen und Sträuchern. "Hier wollen wir ein Artenspektrum mit reichhaltigem Blüten-, Frucht-und Herbstspektrum etablieren, welches den Charakter der Gesamtanlage deutlich unterstreicht und zur Identifikation wesentlich beiträgt", erläutert Walter.

Sport am Riedberg

Die Gründung eines Sportvereins für die Riedberger ist beschlossene Sache. Der neue Verein soll Sportclub Riedberg - kurz SC Riedberg - heißen. Eine Satzung und ein Logo gibt es bereits. Auch mit einem Blog im Internet und mit Gruppen bei Facebook und Xing ist der Verein schon präsent.

Für Nachwuchs-Fußballer bieten die IG Riedberg und Mitglieder des gerade entstehenden Sportvereins seit einigen Wochen ein regelmäßiges Training an. Die Treffen für Jungen und Mädchen im Alter zwischen fünf und 15 Jahren finden unter elterlicher Anleitung jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat auf dem Bolzplatz am Bonifatiuspark statt. Jeweils um 11 Uhr treffen sich die Fünf- bis Neunjährigen, alle Jugendlichen ab zehn Jahren sind ab 12.30 Uhr eingeladen, sich zum Spiel mit etwas Training einzufinden.

Das nächste Treffen wird an diesem Sonntag, 13. März, sein. Wer Erfahrung im Training mit Kindern und Jugendlichen hat, ist natürlich ganz besonders willkommen. Bei sehr schlechtem Wetter fällt das Fußballtreffen aus.

(Artikel von Jöran Harders)

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