Wade erlöst den FC Kalbach
Der FC Kalbach hat auch seine zweite Saison in der Verbandsliga Süd unbeschadet überstanden. Auf den allerletzten Drücker besiegten die Frankfurter die Spvgg. Neu-Isenburg mit 3:1 (1:1) und entgingen so der Relegation.

Frankfurt. Bis zuletzt wurde auf dem Sportplatz Am Hopfenbrunnen gezittert. "Das war eine ganz enge Kiste, wir waren alle total nervös", erzählte Pressesprecher Addi Wobbe. Weil sich Neu-Isenburg mit einer tadellosen Leistung in die Sommerpause verabschiedete und nie klein beigab, mussten die Gastgeber hart arbeiten, um die drei Punkte zu erobern. Und dass, obwohl Sebastian Spisla schon in der zweiten Minute mit einem Freistoß genau in den Winkel das 1:0 markierte.
Neu-Isenburg kam durch einen von Routinier Andreas Haffner verwandelten Foulelfmeter zum Ausgleich (22.). Für den 40-Jährigen war es der letzte Treffer für seinen Stammverein, er wird nun Spielertrainer beim A-Ligisten SG Götzenhain. Fünf Minuten nach dem 1:1 verschoss Spisla auf der Gegenseite einen Handelfmeter.
Auch im zweiten Abschnitt matche Neu-Isenburg die Ankündigung seines Trainers Peter Hoffmann wahr und hielt dagegen. Umso beeindruckender war, wie Kalbach stetig weiter marschierte und die Entscheidung erzwingen wollte. In der 84. Minute wurde schließlich Anthony Wade im Strafraum gefoult, Andreas Eifert trat zum Strafstoß an und traf zum 2:1. Zu diesem Zeitpunkt wusste man in Kalbach längst, dass sich auch der direkte Konkurrent aus Bad Vilbel anschickte, sein letztes Spiel zu gewinnen. Und so wurde weiter gezittert, denn der Ausgleich für Neu-Isenburg hätte für Kalbach die Relegation bedeutet. Entsprechend groß war der Jubel, als Wade in der 90. Minute einen sehenswerten Konter mit dem 3:1 abschloss.

Hauptverantwortlich für den Klassenerhalt sei neben der Mannschaft, die sich nie aufgegeben habe, vor allem Trainer Bernd Firle, erklärte Wobbe später. Der nach dem Aufstieg vor zwei Jahren zurückgetretene Coach war sechs Spieltage vor dem Saisonende zurückgekehrt und hatte den glücklosen Spielertrainer Zoran Puljic abgelöst. "Er hat 14 von 18 möglichen Punkten geholt und noch mal richtig Bewegung reingebracht", stellte Wobbe fest.(rst)

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