Kalbach will sich herantasten
Landesliga Süd Frankfurt. Neue Gegner, neue Plätze, eine ganz neue Herausforderung: Beim FC Kalbach freut man sich riesig auf die Landesliga Süd. Erstmals in der Vereinsgeschichte wird auf dem Sportplatz am Hopfenbrunnen gegen Mannschaften um Punkte gespielt, die nicht aus dem Fußball-Bezirk Frankfurt kommen.

Die Ansprüche sind betont bescheiden, zumindest sagt das der Sportliche Leiter Klaus Fischer. Nach zwei Aufstiegen in drei Jahren wäre man diesmal mit dem Klassenerhalt sehr zufrieden: „Man muss sich an eine Klasse wie die Landesliga ja erst einmal herantasten. Deshalb sollte auch bei uns im Verein jeder damit zufrieden sein.“

Der neue Coach, Gültekin Cagritekin, dürfte froh sein, wenn die Erwartungen nicht allzu hoch sind. Schließlich ist es für den bisherigen Abwehrchef die erste Station als Trainer. Er tritt die Nachfolge von Bernd Firle an, der sich aus beruflichen Gründen zurückzieht. Ein schweres Erbe für „Gülte“, wie sie ihn in Kalbach nennen, zumindest was das Sportliche angeht. Unter dem an der Seitenlinie manches Mal kaum zu bändigenden Firle hatte die Mannschaft in den vergangenen drei Jahren nämlich nur zwölf Punktspiele verloren.

Ein „ganz neues Gefühl“ sei es, Trainer zu sein, so der 32-Jährige: „Es ist sehr interessant und die Trainingsbeteiligung ist sogar noch besser, als ich das erwartet habe.“ Dabei sei der Aufwand noch einmal größer geworden. „Auf die Landesliga muss man sich anders vorbereiten als auf die Bezirks-Oberliga“, sagt Cagritekin, der aus Erfahrung spricht, denn er hat beim VfR Kesselstadt, bei der Spvgg. Neu-Isenburg und bei Germania 94 schon fünftklassig gespielt.

Der Trainerneuling weiß also in etwa, was auf den FC Kalbach zukommt: „Für uns geht es um den Klassenerhalt. Auch wenn wir ein ganz ordentliches Potenzial haben, fehlt den meisten Spielern doch die Erfahrung einer höheren Klasse.“ Und es komme noch eine neue Erfahrung auf manchen Stammspieler der vergangenen Runde zu: „Es wird sicher nicht die gleiche erste Elf geben.“ Und es wird wohl neben dem Platz etwas ruhiger zugehen als unter Bernd Firle. „Wir sind grundverschieden, schlägt sich sicher nieder“, sagt Cagritekin.

(Artikel von Roland Stipp)

Fenster schließen