„Jancker“ Probst war es leid, „unter Trainer Firle zu versauern“
Ober-Erlenbach. Fußball wird im Hause Probst groß geschrieben. Der 20-jährige Constantin, der sich bei der SG Ober-Erlenbach auf Anhieb einen Stammplatz im Sturm erkämpfen konnte, drückt dem FC Bayern München die Daumen – sein Bruder Alexander (23) ist bekennender Borussia-Dortmund-Fan und Papa Norbert schwört auf den HSV. Was alle drei verbindet: gemeinsame „Tage“ beim FC Kalbach.

Während Alexander mittlerweile aber nicht mehr für den FCK spielt, ist „Conny“ – trotz seines Wechsels in den Sportpark Wingert – nach wie vor in Kalbach als Trainer der F1-Youngster aktiv. Probst senior ist seit rund drei Jahrzehnten im Kalbacher Vorstand aktiv. Letztendlich hatte aber auch er es im Sommer nicht verhindern können, dass sich Sohnemann Constantin nach insgesamt 14,5 Jahren in FCK-Diensten (mit einjährigem Intermezzo beim FV Bad Vilbel) in Kalbach verabschieden sollte. „Weil ich es leid war, unter Trainer Bernd Firle dort regelrecht zu versauern, während andere Stürmer wie Artur Rissling und Sebastian Spisla Freifahrtscheine erhielten und trotz weniger Trainings immer bevorzugt wurden. Firle hat mir ein Jahr die Lust am Fußball genommen“, wie „Conny“ betont, den Ober-Erlenbachs Trainer Michael Deuerling wegen seiner wuchtigen Erscheinungsart anlehnend an den früheren Bayern-Stürmer in „Jancker“ umgetauft hat.
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Allerdings schien Probsts sportlicher Weg im Sommer zunächst nicht gen „Wingert“, sondern an die Stierstädter Heide zum 1. FC 04 Young Boys Oberursel zu führen. „Ich hatte dort bereits mittrainiert, als ich einen Anruf von Toni Tsiakalos erhielt, der mir die SGO schmackhaft machte“, verrät Beckham-Fan Probst. In Ober-Erlenbach fühlt sich der angehende Bürokaufmann (weiteres Hobby: Fitnessstudio-Besuche) pudelwohl: „Ich bereue es nicht, dass ich zur SGO gegangen bin und kann mir sehr gut vorstellen, die nächsten drei, vier Jahre hier zu bleiben.“

Was traut er sich und seinem neuen Verein zu? „Wir haben uns jetzt gefestigt. Ein Platz zwischen sieben und zehn müsste drin sein. Und mit jedem Tor, das ich für die SGO erziele, wird sich Kalbachs Trainer Firle beim Studium der TZ montags ein wenig mehr ärgern . . .“.(os)

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