Neues Sporthaus weist in leuchtenden Farben den Weg
Kalbach. Nun kann der FC Kalbach seinen Höhenflug, der die Fußballer aus Frankfurts Norden bis in die Bezirksoberliga führte, fortsetzen. Gestern wurde das neue Vereinshaus mit Umkleidekabinen, Duschen und Kassenraum eingeweiht.

Rund 170 000 Euro hat die Stadt auf der Sportanlage investiert. Das war auch bitter nötig, wie der Vorsitzende Karl-Heinz Seib sagte. Denn bisher standen dem FC Kalbach lediglich zwei Umkleidekabinen zur Verfügung. „Wir haben zwei Herren-Mannschaften, eine Soma, das Alt-Herren-Team und elf Jugendmannschaften“, zählt Seib auf. Da wurde es an den Spieltagen schon mal ganz schön eng. Die Folge: Die Spieler mussten sich im Keller oder einer Hütte umziehen. Für Jugendmannschaften standen im Sommer noch Zelte bereit.
Mit dem Neubau ist die Zeit der Provisorien beendet. Nun stehen zwei weitere Umkleidekabinen zur Verfügung.

Für die Stadt ist die Unterstützung in Kalbach selbstverständlich. „Der Verein kümmert sich selbst um die Sportanlage“, sagt Jürgen Buseck, Leiter der Sportabteilung im Sportamt. Die Vereinsmitglieder würden dabei ein großes Engagement zeigen. Insgesamt besitzt die Stadt 54 Sportanlagen, 42 davon werden bereits von Vereinen betreut. „Bis zum Jahr 2009 sollen nur noch sechs Anlagen in städtischer Pflege sein“, kündigt Buseck an.

Auch zukünftig will die Stadt in Kalbach investieren. In den kommenden zwei Jahren soll noch eine Rampe zum Sportplatz hin gebaut werden, damit auch gehbehinderte Fußball-Fans oder Eltern mit Kinderwagen den Aufstieg zum hoch gelegenen Platz schaffen.

Die Architekten Marcus Schmitt, Büro BDA, und Harald Heußer, Hochbauamt, haben sich bei der Umsetzung des Neubaus ein besonderes Konzept einfallen lassen. „Wir wollten hier ein städtebauliches Zeichen setzen“, sagt Heußer. „Dazu haben wir die höhere Seite des Gebäudes zur Straßenseite hin öffentlichkeitswirksam positioniert“, sagt Schmitt. In Orange-aprikos gestrichen mit dem Schriftzug FC Kalbach, der in der Nacht leuchtet, ist die Sportanlage nun bereits von Weitem zu sehen. Dieser mediterrane Stil kommt anscheinend an beim Verein. Mittlerweile wurde bereits der Anbau am Altbestand ebenfalls in dieser Farbe gestrichen. Vorsitzender Karl-Heinz Seib versichert aber, dass die Vereinsfarben nach wie vor Schwarz und Weiß bleiben.

Mal schauen, ob das neue Gebäude auch die Kicker inspiriert. Vielleicht schafft der FC ja den Sprung in die Landesliga.(sö)

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