Platz zum Duschen
Sportanlage Kalbach erhielt weiteren Umkleidetrakt Kalbach. Für den FC Kalbach könnte am Ende der laufenden Saison ein Traum wahr werden. Mit sechs Punkten Vorsprung vor SKG Bad Homburg liegen die Kalbacher Kicker auf Platz 2 der Bezirksoberliga Frankfurt-West. Verteidigen sie diesen Platz bis zum Ende der laufenden Spielzeit, würde dies den Aufstieg in die Landesliga bedeuten. Da kommt den Kalbachern das neue Umkleidegebäude gerade recht, dass Bürgermeister und Sportdezernent Achim Vandreike gestern auf dem Vereinsgelände dem Fußballclub offiziell zur Nutzung übergab.

Denn wie peinlich wäre es, müssten sich die Landesliga-Kicker dann – wie in der Vergangenheit – im Keller ihres Vereinslokals auf ihre Heimspiele vorbereiten. «Da gibt es nichts zu meckern. Das ist ja vom Feinsten», freut sich Vandreike bei seinem kurzen Rundgang durch den kleinen Neubau neben dem Eingang zum Vereinsgelände.

Künftig haben hier die Erste und die Zweite Mannschaft des FCK ihre Umkleidekabinen und ihre Duschen. Noch fehlen die Spinde, Bänke und die ein oder andere Trennwand. «Im März, wenn alles wirklich fertig ist, wollen wir das neue Haus erstmals bei Heimspielen nutzen», sagt Norbert Probst, der Spielausschussvorsitzende des FC Kalbach. Mit ins Haus integriert ist das Kassenhäuschen, das bisher etwas einsam neben der Einfahrt steht. Nach vier Jahren der Planung werde es höchste Zeit, dass die Umkleiden fertig würden, freut sich auch der Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Seib: «Zwar haben wir im Vereinsheim zwei separate Umkleiden und Duschen. Aber hier spielen sonntags vier Mannschaften. Das reicht dann nicht aus.» Oft absolvieren die Erste und die Zweite Mannschaft am gleichen Tag ein Heimspiel. Als gute Gastgeber überlassen die Kalbacher dann ihren Gästen die Umkleiden. «Wir weichen dann in das Kolleg, das Hinterzimmer des Vereinslokals, als Umkleide aus. Die Zweite Mannschaft sitzt bei Heimspielen im Keller», erklärt Probst. Alles andere als ideale Bedingungen. Denn der Keller ist klein und dunkel, bietet elf Spielern kaum gleichzeitig Platz. «Erst wenn die Gäste geduscht haben, können sich unsere Spieler waschen.»

Auch für den Wirt des Vereinslokals sei die Situation nicht leicht, weiß Probst. «Wenn die Spieler mit ihren dreckigen Schuhen vom Platz ins Kolleg kommen, ist das für ihn alles andere als schön.» Einiges habe der Verein in den vergangenen Jahren bereits selbst gebaut, etwa die neuen Besuchertoiletten neben den alten Umkleidekabinen, sagt Vandreike. «Wir sind froh, dass wir mit dem Neubau helfen konnten.» Und auch bei dem Umkleiden-Neubau hätten sie tatkräftig mitgeholfen. «Jetzt sind die Räume zumindest innen fertig, auch wenn das Gerüst noch steht.» Im Frühjahr würden auch die Grünanlagen gestaltet werden. «Dann stimmt auch optisch alles.» Die für das neue Gebäude investierten 135 000 Euro seien an dieser Stelle dringend notwendig gewesen. «Wir als Stadt bereiten uns ja gerade mit viel Aufwand auf die Fußball-Weltmeisterschaft vor. Neben dem Profisport fördern wir aber auch den Breitensport.» So seien in fünf Jahren 30 Millionen Euro in die Breitensportanlagen geflossen. Mehrere neue Plätze seien entstanden, Umkleide- und Duschgebäude saniert worden.

Ausdrücklich lobte Vandreike die gute Jugendarbeit des FC Kalbach. Der Anteil an Kindern und Jugendlichen liege bei 30 Prozent. «Wir alle wissen, wie wichtig die Vereine für die jungen Leute sind. Sie lernen, mit Niederlagen fertig zu werden, gemeinsam ihre Siege zu feiern, als Mannschaft zusammen zu halten.»(hau)

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