Stellungnahme des HFV zum Urteil des LG Oldenburg
Gericht stellt Ausbildungsentschädigung für Vertragsspieler in Frage Frankfurt. Für Unruhe sorgt derzeit ein Gerichtsurteil aus Niedersachsen, dass sich mit der Ausbidungsentschädigung für U 23 Vertragsspieler beschäftigt. Das Landgericht Oldenburg hat dabei die Klage eines Vereins abgewiesen, der die vom Verband festgesetzte Ausbildungsentschädigung einforderte. In der Begründung erklärte das Gericht die entsprechende Vorschrift (in Hessen: § 141 a HFV-Spielordnung) für nichtig.

Dieses Urteil hat aber derzeit keine Auswirkungen auf die in Hessen gültige Rechtslage. Da der Niedersächsische Fussball-Verband gemeinsam mit dem klagenden Verein Berufung eingelegt hat, ist dieses Urteil noch nicht rechtskräftig und führt damit nicht zu einer Aufhebung der allgemeinverbindlichen Vorschriften.

Für die hessischen Vereine heißt dies, dass nach wie vor die gem. § 141 a Spielordnung anfallenden und vom HFV festgesetzten Entschädigungsbeträge gezahlt werden müssen. Bei Nicht-Zahlung erfolgt eine Bestrafung nach § 43 a Nr. 2 Strafordnung.

Das noch nicht rechtskräftige Urteil des LG Oldenburg kann nicht dazu führen, dass rechtswirksam beschlossene Satzungsbestimmungen des DFB bzw. HFV aufgehoben werden. Dies wäre nur dann der Fall, wenn die Rechtsmittelinstanzen die Auffassung des Landgerichts bestätigen würden. Der DFB vertritt hier jedoch eine andere Rechtsauffassung, welche nun durch die Instanzgerichte überprüft werden müssen.

(Quelle: www.hfv-online.de (Recht), Jens-Uwe Münker)

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